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Honorare für Beratungen werden übernommen

Published by Torben Lintz on

Es gibt nun auch Geld für Beratungen in der Corona-Krise. Am 3. April 2020 ist eine modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberuflern können ab sofort einen Beratungszuschuss bis zu einem Wert von 4.000,00 Euro – ohne Eigenanteil – erhalten. Welche Beratungen genau gefördert werden und welche Voraussetzungen ein Unternehmen erfüllen muss, ist Gegenstand dieses Beitrags.

Wer bekommt die Förderung?

Das ausgeweitete Förderprogramm richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die bereits gegründet sind und durch die Corona-Pandemie mit Umsatzrückgängen konfrontiert sowie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

Förderungsumfang

Mit der Modifizierung will der Bund schnelle und unbürokratische finanzielle Unterstützung bei der Inanspruchnahme einer wirtschaftlichen Beratung leisten. Gefördert werden Honorare von Beratern, die etwa bei der Positionierung des Unternehmens, bei der Digitalisierung oder der Klärung von Liquiditätsfragen (z.B. Forderungsmanagement) helfen. Dabei zählen zu den Beratungskosten neben Honorar auch Auslagen und Reisekosten.

Fördervoraussetzungen

Um die Förderung zu erhalten, müssen insbesondere folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Förderfähig sind Unternehmen, die weniger als 250 Personen beschäftigen, einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 43 Mio. Euro beläuft.
  2. Das Unternehmen muss unter den wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Coronavirus leiden. Diese konkreten Folgen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und die zu ergreifenden Maßnahmen bzw. Handlungsempfehlungen sind vom eingeschalteten Beratungsunternehmen in einem Bericht, der nach der Beratung bei dem BAFA einzureichen ist, zu erläutern.
  3. Der Antrag muss bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. In dem Antrag ist auch das entsprechende Unternehmen aufzulisten, das die Beratung durchführt. Der Antragssteller muss darauf achten, dass das beratende Unternehmen bei dem BAFA gelistet ist.
  4. Nach dem Abschluss der Beratung ist ein Verwendungsnachweis bei dem BAFA einzureichen, der u.a. die Beratungsdauer, die Beratungskosten, ein Beratungsbericht und die Beraterrechnung enthalten muss.

Kein Informationsgespräch notwendig

Eine Neuerung der Richtlinie ist, dass das betroffene Unternehmen nicht – wie bisher – vor Antragstellung ein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner führen müssen. Vielmehr kann die Beratung – ohne weitere Voraussetzungen – nach der Bewilligung des Antrags durch das BAFA stattfinden.

Der Zuschuss wird von dem BAFA direkt auf das Konto des Beratungsunternehmens ausgezahlt. Eine Vorfinanzierung durch das betroffene Unternehmen, die nach den alten Bedingungen für die Gewährung des Zuschusses noch erforderlich war, ist daher hinfällig geworden. Liegen die Voraussetzungen vor, erhält das Unternehmen einen Zuschuss in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000,00 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten.

Die Anträge auf Förderung können zunächst bis einschließlich 31.12.2020 bei dem BAFA gestellt werden.

Das Antragsformular und nähere Informationen zu der Förderungsmaßnahme können unter www.bafa.de/unb abgerufen werden.

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